Wie man in Fighting Games mit "Verlieren" umgeht

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Wie man in Fighting Games mit "Verlieren" umgeht

Beitrag von xL_Freak » 13 Okt 2017 10:51

Hi Folks,

heute mal ein Thema, was mir sehr am Herzen liegt. Fighting Games haben auf uns eine seltsame Einwirkung. Von vielen von uns ist es nicht mal das Lieblingsgenre und trotzdem sind wir alle 3-5 Monate dazu bereit uns zu versammeln und virtuell auf die Schnauze zu hauen. Die Gründe dafür müssen wir hier nicht behandeln. Wir sind uns jedoch alle einig, dass vieles am FGA sehr emotionsgeladen ist. Einen dieser Aspekte möchte ich besonders hervorheben, da ich selbst einer der Menschen bin (oder war) die dermaßen aus der Haut fahren können, dass sie es im Nachhinein bereuen. Ich möchte nicht abstreiten, dass es auch heute noch unter gewissen Umständen möglich ist, mich dermaßen zu triggern, aber ich habe für mich Wege und Möglichkeiten gefunden, mit Verlusten umzugehen. Leider kann ich nicht wirklich beschreiben wie, vielleicht ist es auch einfach nur die Gewohnheit geworden zu verlieren. Jedenfalls wurde auf Eventhubs ein Beitrag von Henry "Choysauce" Choi verfasst, der mir so wichtig erscheint, dass ich beschlossen habe ihn für euch zu übersetzen. Ich hoffe er hilft euch euren Weg zu finden, sofern ihr nicht schon einen habt.


How to handle losing in fighting games

Der Schlüssel zu einem Sodium-freieren Leben

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YOU LOSE

Diese Worte erscheinen auf dem Bildschirm und fangen an in dir zu brodeln. Wut, Traurigkeit, Enttäuschung und alle möglichen anderen Emotionen machen sich in deinem Körper breit. Du denkst oder schreist: "Ey, wie schlecht!" oder "Das war kompletter Bullshit!". Deine Hand schlägt auf den Stick, oder der Controller fliegt durch den Raum, während du da sitzt und dich fühlst als wärst du machtlos oder würdest festsitzen.

An dem Punkt waren wir alle schon. Der bitter Geschmack des Verlierens wird irgendwann zu viel und wir verlieren die Kontrolle. Aber warum fällt uns Verlieren in Fighting Games so schwer? Einfach ausgedrückt, wollen wir natürlich gewinnen. Wir stecken so viel Zeit und Aufwand ins "git gud" von Fighting Games, dass Verlieren diesen Aufwand und unsere Fähigkeiten nichtig macht.

Wir investieren so viel von uns selbst in unsere Übungen, dass sich unser Selbstwertgefühl mit unserer Leistung verbindet und ein Verlust als "Ich bin nicht gut genug!" übersetzt wird. Sich mit den Wunden dieser Verluste zu beschäftigen kann viel Ärger erzeugen und ein bleibenden Eindruck in unseren Emotionen und Selbstwertgefühl hinterlassen.

Niemand möchte verlieren, aber es ist nun mal ein wichtiger Teil, sowohl beim Lernen des Spiels, als auch im Leben. Wir müssen einen Weg finden um mit den negativen Aspekten des Verlierens umgehen zu können und um uns weiter nach vorne zu bewegen. Also, was können wir tun um uns weniger ärgerlich durchs Leben zu gehen?


Die Lösung

Die Lösung mit einem herben Verlust umzugehen ist einfach, und bricht sich auf eine einfache Phrase herunter: "Nimm es nicht persönlich". Denke immer daran, dass deine Fähigkeiten und Erfolge nicht widerspiegeln wer du bist, oder was du als Person wert bist. Wenn du weniger ärgerlich sein und im Spiel wachsen möchtest, ist es wichtig deine Niederlagen objektiv zu betrachten. Das ist jedoch leichter gesagt, als getan.

Der menschliche Verstand ist tückisch und hört nicht immer auf das, was man von ihm möchte. Also musst du dir selbst ein paar Streiche spielen und Strategien entwickeln um diese negativen Emotionen zu überwältigen. Die kommenden Strategien können dir dabei helfen negative Gefühle etwas abzuschwächen, wenn ihr verliert, oder sie sogar ganz in positive Erfahrungen umwandeln.

Fokus = Gefühle

Worauf auch immer du dich gerade fokussierst bestimmt einen Großteil deiner aktuellen Gefühlslage. Wenn du bei der Niederlage verweilst und darüber nachdenkst wie unfair der Kampf war, oder wie sehr du doch in diesem Spiel "suckst", dann verweilst du auch in der Emotion. Vorsätzlich den Fokus auf etwas anderes, positiveres zu setzen wird dir helfen dich schneller wieder aufzurappeln.

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Gewinne Abstand zum Spiel

Ein einfacher und sehr effektiver Weg um sich nicht mehr auf die Niederlage zu fokussieren, ist es sich mit etwas Anderem abzulenken. Wenn du etwas Abstand zwischen dich und das Spiel bringst, in dem du etwas völlig anderes tust, gibst du dir selbst die Chance ein wenig durchzuatmen und deinen Gedanken davon zu lösen. Sobald du dich wieder etwas beruhigt und einen Haufen negativer Energie über Bord geworfen hast, kehrst du wieder zurück.

Verändere deine körperliche Tätigkeit, mache Übungen, etwas Hausarbeit [, geh mit den Anderen nach draußen eine Rauchen], oder mach irgendwas anderes, dass deinen Körper in Wallung bringt. Es gibt dir einen Stimmungsaufschwung und schließt Aufgaben ab, die dafür sorgen das es dir besser geht.

Du kannst auch einfacheren Aktivitäten nachgehen. Hol dir einen Snack, schau dir was im TV oder Youtube an, Spiel ein anderes Spiel oder unterhalte dich einfach mit den anderen Gästen über Themen die dir gefallen und dir Freude machen. Wenn du ein competitive gamer bist, schau dir Videos an um mehr über das Spiel und unbequeme Charakter-Matchups zu lernen, oder sieh dir Videos von deinen Gegnern an und versuche ihre Spielweise zu verstehen. Das wirkt auf den ersten Blick, als sei es alles andere als vom Spiel Abstand zu gewinnen, aber es funktioniert, weil du dich selbst aus der Gleichung heraus nimmst und nicht aktiv das Spiel spielst.

Umdeutung der Niederlage

Als competitive gamer kann es sehr schwierig sein über Niederlagen nachzudenken, auch wenn man versucht sich abzulenken. Die negativen Gefühle bleiben wie alter Kaugummi an einem haften, auch wenn man versucht anderen Aktivitäten nachzugehen. Wenn das bei dir der Fall ist, musst du ein besseres Verständnis für Gefühle entwickeln und lernen sie zu kontrollieren.

Gefühle sind eine Interpretation dessen, was in unserem Leben geschieht. Eine Geschichte, die du dir um das erdacht hast, was das aktuelle Geschehen gerade für dich bedeutet. Aber weil Gefühle eine Story sind die du dir ausgedacht hast, hast du auch die außerordentliche Fähigkeit, diese Geschichte abzuändern. Diese Fähigkeit die eigene Geschichte zu bearbeiten nennen wir: Umdeutung.

Umdeutung ist ein mächtiges Werkzeug, dass du benutzen kannst um das Drehbuch deiner Gefühlslage und negativer Emotionen zu drehen. Der menschliche Verstand hat das Bedürfnis fehlende Informationen zu ergänzen. Die Leute neigen gerne dazu zu konspirieren und sich Sachen auszudenken, die zum aktuellen Zeitpunkt Sinn ergeben.

Stell dir vor, du gehst durch die Einkaufsmeile und siehst einen Freund von dir auf dich zukommen. Du winkst ihm, aber er winkt nicht zurück. Was geht dir als erstes durch den Kopf? Ist es: "Warum hat er nicht gewunken, ist er sauer auf mich?" oder "Hmm, er hat nicht zurück gewunken... vielleicht war er so vertieft, dass er mich gar nicht gesehen hat."

Die erste Interpretation könnte dich besorgt machen. Als nächstes machst du dir Gedanken darüber, warum der andere auf dich erbost sein könnte, auch wenn es nicht wahr ist. Die Zweite würde dich zufrieden weiter gehen lassen. Das ist eine einfaches Beispiel dafür, wie Umdeutung die Bedeutung dessen verändert, was um uns herum geschieht und wie wir uns dabei fühlen.

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Du hast die Macht dir eine gute Story aufzubauen, anstatt vorschnell gegen dich selbst zu konspirieren. Auf die gleiche Art kannst du auch Niederlagen in etwas umdeuten, das weniger Bedeutung hat oder sogar etwas ganz und gar positives für dich als Spieler.

Du kannst Niederlagen als gewonnene Erfahrung für dich betrachten. Du hast mehr über das Charakter Matchup gelernt, hast deinen Gegner etwas mehr verstehen gelernt und bist nun einen weiteren Schritt näher dran, ihn beim nächsten Mal zu schlagen.

Niederlagen kann man auch als "Workout" für den Verstand betrachten. Du kannst dich lernen den Schmerz wert zu schätzen, den du erfährst, wissend, dass es dein Spiel aufbaut. Nutze diese Gefühle als Treibstoff zu wachsen, besser zu trainieren und im Spiel stärker zu werden.

Du kannst den Lose auch als etwas freudiges betrachten. Vielleicht ist der Charakter, gegen den du verloren hast nicht gerade häufig gespielt und wird auf hohem Level nicht oft gespielt. Du kannst diese Niederlage dahingehend umdeuten, dass du nun endlich jemanden gefunden hast, der dir mit diesem Charakter das Wasser reichen kann und dieses Matchup endlich kennen lernen.

Diese Erfahrung könnte in dir das Gefühl auslösen in den Training Mode zu gehen um dein Gameplay zu verbessern und um deinen Gegner beim nächsten mal zu neuen Höchstleistungen anzuspornen.


Übe Selbstbeherrschung

Der Kern des guten Umgangs mit Niederlagen ist jedoch die Selbstbeherrschung. Wie dir vielleicht bewusst ist, triffst du nicht gerade die besten Entscheidungen, wenn du emotional aufgeladen bist. Und ob du es wahrhaben möchtest oder nicht, du selbst triffst die Entscheidung über deine Reaktion. Diese Entscheidung aktiv und nicht unbewusst zu treffen, ist eine sehr schwer zu erlernende Fähigkeit. Aber wie jeder andere Skill, kannst du auch diesen trainieren.

Das Wissen darüber, was dich triggert und dich emotional instabil macht, ist der Schlüssel zur mehr Selbstbeherrschung. Gib dein bestes zu merken, wann du beginnst bei einer Niederlage die Kontrolle zu verlieren. Wenn du dich dabei erwischt, nimm dir etwas Zeit zu pausieren und darüber nachzudenken, wie du reagieren solltest.

Das ist der ideale Zeitpunkt "Umzudenken" und deine negativen Gefühle in einer Weise zu beeinflussen, dass du und dein Umfeld davon profitieren. Du kannst an Zeiten zurück denken, in denen du wirklich die Beherrschung verloren hast und darüber, wie du deine Reaktion hättest verändern können. Finde die Signale die dich triggern und versuche einen Plan um sie herum zu bauen.

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Gerade beim entwerfen eines Plans wie du deine Emotionen am besten navigierst oder deine Trigger ganz und gar vermeidest, ist etwas was du vorzeitig tun kannst.

Übe die Kunst des "Emotionstrainings" bevor du es an anderen auslässt. Vermeide sofortiges Posten auf sozialen Medien oder das beschweren bei anderen Personen. Auf diese Weise übst du gleich doppelt Selbstbeherrschung und wie man weniger reaktiv mit seinen Emotionen wird.

Übe deinem Gegner zu loben, wenn er dich auf legitime Weise geschlagen hat. Das hilft wirklich dich und die negativen Gefühle aus der Gleichung heraus zu nehmen und stattdessen die gute Leistungen zu ehren. Zeige Anerkennung, wenn dich dein Gegner mit einem unglaublichen Mix-Up oder Puninsh trifft.

Wenn du dich um das Spiel betrogen fühlst, lach drüber und erkenne an, dass "auch ein blindes Huhn irgendwann mal ein Korn findet". Du erhälst damit sogar Bonuspunkte in der Gemeinschaft, ein guter Verlierer zu sein und nicht jemand der versucht dem anderen den Wert seines Sieges zu nehmen.

Und vor allem: versuch Spaß zu haben! Dreh die Niederlage für dich in etwas affiges und lach drüber. Mach das beste aus der Situation, anstatt dich über den Anderen lustig. Freue dich auf das Rematch mit deinem Gegner, ob im Turnier oder bei Casuals und versuche erneut ihn zu schlagen.

Durch diese Niederlage, könntest du einen neuen Rivalen oder sogar Freund gewonnen haben. Du kannst dich dazu entschließen noch härter zu trainieren, aber wenn das was du tust keinen Spaß mehr macht, dann könntest du den Grund verlieren, warum du mit diesem Spiel überhaupt angefangen hast.

Wenn du tatsächlich die Kontrolle über deine Emotionen verlierst, ungeachtet deiner Versuche, dann nimm es dir nicht so zu Herzen (auch hier wieder: Selbstbeherrschung). Jeder macht mal Fehler und du kannst das beste daraus machen, in dem du daraus lernst.

Zum Abschluss

Allgemein gesprochen, finde was für dich am besten funktioniert mit Niederlagen umzugehen und bleib im Training. Versuche nicht in den negativen Momenten deines Lebens zu verweilen. Lerne deine Lage zu verändern in dem du mehr Verständnis für dich selbst entwickelst und neue Dinge ausprobierst.

Vergiss nicht, dass Fehler und Verluste die Bausteine zum Erfolg sind. Zu lernen wie man mit Niederlagen umgeht, wird Zeit und Übung in Anspruch nehmen, aber bleib dran und eines Tages kannst du zurück schauen und sehen wie weit du gekommen bist ein weniger ärgerliches Leben zu führen.

Quelle: Eventhubs
3,
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Re: Wie man in Fighting Games mit "Verlieren" umgeht

Beitrag von xL_Freak » 13 Okt 2017 11:41

Ich weiss, dass ich diese oder eine ähnlich Diskussion bereits vor diesem Beitrag mit dreien von euch geführt habe, oder es zumindest versucht habe. Während die einen von uns sich mit dem Umgang sehr schwer tun, scheinen Andere wahre Naturtalente zu sein und das sieht man ihnen auch jedes Mal an. Gerade beim FGA V haben wir 2 von ihnen für diese Leistung geehrt.

Ich meinerseits, komme wie bereits erwähnt aus dem Lager derer, die sich mit Niederlagen etwas schwerer tun. Oder getan haben. Das mag rückblickend auf Zeiten der GGWM nicht erkennbar sein, aber eine Statistik von fünf Fightsticks und einem Gamepad die allesamt geschrottet wurden spricht nun mal für sich. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich sogar noch höher. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ich schlimmer war als der Master of Beef himself.

Als Selbsttherapie und Hilfe für Andere, möchte ich hier nun meine Erfahrungen und meinen Umgang mit den Dingen mit allen Teilen.

1. Einsicht
Ich war der festen Überzeugung, dass ich meine Wut von jetzt auf gleich kontrollieren könnte. Doch nachdem sich der rote Schleier lichtete und ich den fünften Stick in Trümmern am Boden meiner Huglfinger Wohnung sah, musste ich mir eingestehen, dass ich es nicht kann. Von Choleriker auf King-Cool von jetzt auf gleich ist nicht möglich. Also war nahm ich mir ein neues Ziel. Vom Choleriker zum Zornigen.

2. Schritt für Schritt
Zunächst einmal unterband ich mich selbst Dinge kaputt zu machen, auch wenn es mir für den Bruchteil einer Sekunden als verdammt gute Idee erscheint. Das habe ich geschafft, in dem ich mir sagte, dass weder das Spiel noch das Eingabegerät etwas für meinen Verlust können. Und wenn es tatsächlich die Schuld des Spieles wäre, dann hat es keine Bedeutung. Denn verlorene Punkte kann ich immer wieder rein holen.

3. Vermeidung von wiederholten Misserfolgserlebnissen
Ich hatte von je her immer den Drang, nach einem miesen Match meinerseits, meine Weste wieder rein zu waschen. Gleich den nächsten Gegner raussuchen und ihn erbarmungs- und chancenlos zu virtuellen Brei zu schlagen. Am besten mit einem Double-Perfect. Das hat letzteres hat nie funktioniert. Und so aufgeladen wie ich war, hat meist nicht mal ersteres funktioniert. Wenn mir die Möglichkeit gegeben ist, und ich mir dessen auch bewusst bin, dann versuche ich inzwischen etwas zu machen, bei dem ich mit 100%er Wahrscheinlichkeit Erfolg habe. Und wenn es auch nur der eigene Stuhlgang ist.

4. Ärger nicht herunter schlucken
Wenn mich etwas im Spiel ärgert, dann habe ich bisher immer versucht den Ärger weitestgehend herunter zu schlucken. Auch ein Fehler, denn ohne Ventil staut sich irgendwann genug an um explosionsartig zu entweichen. Ich habe mir angewöhnt zu fluchen. Und ja, ich finde Fluchen vollkommen in Ordnung, solange nicht der Gegenspieler niedergeflucht wird. Es darf in harten Fällen auch gerne mal eine Faust auf den Stuhl oder etwas anderes stabiles nieder gehen, Hauptsache es hält stand.

5. An Misserfolg gewöhnen
Unser DoobyScoo fragte mich neulich, warum ich in SF V immer noch als Rookie gelistet werde. Das hat den Grund, dass ich mich inzwischen 4-5 Mal immer wieder die Ladder hinauf gespielt habe, nur um dann absichtlich wieder zu fallen. Auf diese Weise habe viel über mich selbst und auch über meine die Ereignisse gelernt, die mich Triggern. Absichtlich schlecht spielen ist gar nicht so einfach. Schwer wird es vor allem, wenn der andere dann auch noch haarsträubende Fehler macht, es juckt dann in den Fingern diese zu bestrafen. Und die beste Übung waren Personen, die eine in meinen Augen mittelmäßige Performance ablegten und es dann wagten mich zu verspotten.

Heute:
Mein letzter Stick ist vor mehr als 3 Jahren zersprungen. Ja, ich habe immer noch so meine Ausbrüche, aber es ist seitdem nichts mehr kaputt gegangen, was mir lieb und teuer war. Niederlagen sind für mich nun Material geworden, was ich studieren kann um Möglichkeiten zur Vermeidung zu finden.
Lag es an mir und meiner Eingabe, konnte ich Mittel und Wege finden meine Eingaben zu verbessern.
War es mein Gegner und nervendes, sich wiederholendes Verhalten (IMMER DER GLEICHE SCHEISS!), konnte ich Methoden dagegen finden.
Waren es mir unbekannte Mixups konnte ich diese nun im Trainingsmodus nachstellen und ebenfalls Methoden dagegen entwickeln.
Werde ich getaunted und habe Life Lead, sehe ich es als Verschwendung von wertvoller Zeit des Anderen an, die er nutzen könnte um mich zu zerlegen. Soll er doch die restlichen 50 Sekunden taunten, ich habe die Zeit und den Vorteil.
Werde ich getaunted und habe keinen Life Lead, dann will mich der Gegner wohl aus der Fassung bringen. Und wenn mich jemand trotz eigenen Lifeleads aus der Fassung bringen möchte, dann muss ich echt gefährlich sein, dass mein Gegner zu solchen Mitteln greift.

Das ist meine Sicht der Dinge, damals zu heute. Und es ist wahr, die Erfolge dieser Art von Selbstbeherrschung fließen auch in mein Gameplay mit ein. Immerhin sind meine Eingaben um ein vielfaches sauberer, wenn ich ruhig und gelassen bin. Und mit sauberen Eingaben lasse ich gut und gerne die Hälfte oder mehr als die Hälfte an HP verschwinden!

Und nun bitte ich euch um eure Meinungen und Erfahrungen.
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1415926535 8979323846 2643383279 5028841971 6939937510 5820974944 5923078164
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5359408128 4811174502 8410270193 8521105559 6446229489 5493038196 4428810975

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Re: Wie man in Fighting Games mit "Verlieren" umgeht

Beitrag von Terraclates » 13 Okt 2017 13:42

So Ich klink mich mal mit ein. MMmhhh ja ich bin dann doch auch ein Urgestein bei Uns in der Gruppe. Wen Ich zurück denke hab ich doch schon sehr oft was auf die Ome bekommen, aber in Sachen beat'm up games bin Ich ein stehauf männchen, egal wie oft wie hart schwer oder erniedrigend Ich falle Ich komm immer wieder zurück wie der tägliche stuhlgang oder so :lol: . Ich hab eher Wutanfälle wen Ich jrpg's, rpg's oder rennsimulationen spiele dort hab ich den extremen Drang Ich muss es zu 100% fertig spielen. Früher gab es ein spiel Legend of Dragoon dieses Spiel umfasste 4 cd's und wo Ich entlich bei der 4 angekommen war kamm ich monate lang nicht am anfang weiter Ich fand den weg nicht, daraus resultierte das Ich die CD nahm in die Ecke pfefferte Sie in Scherben sprang das pad flog an die Wand und die PS1 aus dem Fenster. Meine Lösung war junge dat geht so nit. Ich habe dann ca. 2 Jahre komplett das zocken aufgehört und dann danach wieder gespielt. Das Spiel neu geholt und danach ging es komplett locker flogig durch. Bei speziell Street Fighter war es früher so das ich immer negativ auf mein können eingestellt war und mir eingeredet habe du kannst eh nichts. Mittlerweile muss Ich mir selbst eingestehen das dass nichtmer der Fall ist, wen ich je doch ab und an mal wieder negatives ihm Kopf habe dann Wandel Ich das bei Mir ihn sarkasmus oder schwarzen Humor um und das klappt wunderprächtig. :P

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